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Stadt Kevelaer Relaunch – schlank, modern, barrierefrei

Die Wallfahrtstadt Kevelaer ist im September 2018 nach eineinhalb jähriger Arbeit am Relaunch mit einem völlig neuen Internetauftritt online gegangen. anatom5 hat gemeinsam mit dem Kommunalen Rechenzentrum Niederrhein (KRZN) den Relaunch begleitet.

Kein Stein ist auf dem anderen geblieben. Vor allem die Seitenstruktur wurde konzeptionell neu entwickelt und den Bedürfnissen der Nutzer angepasst. Schlanker, schneller, moderner, barrierefrei und mobilfähig. Das waren die Grundanforderungen für den neuen Internetauftritt. Schlanker ist der neue Internetauftritt für die Stadt auf jeden Fall geworden. Alleine schon strukturell. Denn für den Relaunch hat die Stadt das Stadtmarketing und auch die Kevelaerer Stadtwerke mit an den Tisch geholt, damit diese wichtigen Bereiche der Stadt einen eigenen Auftritt bekommen können. Aus dem alten Internetauftritt sind so über die letzten eineinhalb Jahre insgesamt drei Auftritte geworden. Relaunch hoch drei. Das bedeutet natürlich auch dreimal so viel Arbeit für alle Beteiligten. Vor allem die Online-Redaktion hatte alle Hände voll zu tun. Denn auch die Inhalte sind im Zuge des Relaunches komplett überarbeitet worden.

Relaunch hoch drei – barrierefrei und mobilfähig

Heute ist alles übersichtlicher. Schon die Dreiteilung "Stadtwerke, Stadtmarketing und Stadt(verwaltung)" schafft mehr Ordnung. Alle drei Seiten sind von jeder Seite des neuen Internetauftritts mit einem Klick erreichbar. Langes Suchen gehört der Vergangenheit an. Sogenannte Schnellzugriffe auf der Seite der Stadt und eine unübersehbare zentrale Seitensuche auf allen Seiten verkürzen ebenfalls die Wege zu häufig benötigten Informationen. Und das Ganze ist natürlich für mobile Endgeräte optimiert. Responsive Design nennt sich die Technik. Alle Seiten passen sich automatisch dem jeweiligen Endgerät an. Dafür muss man natürlich auch die Ladezeiten im Auge behalten. Denn der Internetauftritt der Stadt arbeitet deutlich stärker mit Bildern.

Städtischer Relaunch im Dienste der Bürger

Die am linken Niederrhein gelegene Stadt Kevelaer will mit dem neuen Internetauftritt vor allem ihre Online-Dienste (Bürgerservices) in den Vordergrund stellen. "Die alte Seite war einfach aus der Zeit gefallen" konstatierte Bürgermeister Dominik Pichler auf der gut besuchten Pressekonferenz zum Relaunch. Zu textlastig, zu aufgequollen war die alte Seite. Ein Problem, das viele Internetauftritte nach einigen Jahren haben. Die neue Seite präsentiert sich nun aufgeräumt und gut organisiert. Schnelle Zugriffe auf alle Dienste sollen Bürgern dabei helfen, Dienstleistungen "vom Sofa" aus in Anspruch zu nehmen. Dafür wurden viele formularbasierte Dienstleistungen modernisiert. Die entsprechende Technik liefert die Firma Formsolutions, die schon seit Jahre auf gut zugängliche Online-Formulare im eGovernment-Bereich spezialisiert ist.

Modernes Design und hunderte Fotos

Der neue Internetauftritt ist visuell klarer und arbeitet mehr als die Vorgängerseite mit moderner Typografie und plakativen Bildmotiven. Für die Bildmotive wurden extra die Dienste vom bekannten Lokal-Fotografen Gerhard Seybert in Anspruch genommen. Ein Aufwand, der sich sichtlich gelohnt hat. Zumal Gerhard Seybert die Stadt Kevelaer als langjähriger Reporter und Fotograf der Rheinischen Post wie seine Westentasche kennt. Das hat dem neuen Internetauftritt gut getan. Hunderte Fotos zu den Bereichen Stadtleben, Bürgerservice, Familie, Wirtschaft, Stadtentwicklung sowie für den Tourismusbereich sind so in den letzten Monaten entstanden. Für die Online-Redaktion bedeutete aber auch diese Veränderung zusätzliche Arbeit. Das Briefing des Fotografen, Sichtung des Rohmaterials sowie die finale Bildauswahl und die Bildkompression, aber auch das Schreiben von unzähligen Alternativtexten, um den Vorgaben für barrierefreies Internet nach den Richtlinien der BITV gerecht zu werden, mussten zusätzlich gestemmt werden.

Barrierefreiheit – auch hier wurde weiter verbessert

Auch der alte Internetauftritt der Stadt Kevelaer war schon weitgehend barrierefrei. Damals noch nach den Vorgaben (und vor allem in den Grenzen der Vorgaben) der BITV 1.0 entwickelt. Der neue Internetauftritt von Kevelaer muss zukünftig der EU-Richtlinie 2102 und dann auch irgendwann den Vorgaben der WCAG 2.1 entsprechen. Aktuell wurde nach den Richtlinien der BITV 2.0 entwickelt. Aber die verteilte Online-Redaktion der Stadt Kevelaer weiß, dass sie eine große Verantwortung in Sachen barrierefreies Internet mit trägt. Dabei hilft auch die Lektüre des Buchs "Barrierefreiheit im Internet – Eine Anleitung für Redakteure und Entscheider". Das Buch wurde allen Redakteuren im Rahmen des Projekts als Arbeitsgrundlage zur Verfügung gestellt.

Eine schöne Ergänzung ist die Integration der Vorlesefunktion von der Firma „Readspeaker“. Mit dieser Funktion können sich Nutzer Inhalte von Seiten mit einem Knopfdruck vorlesen lassen. Ein gute Sache für Menschen mit Schreib-Lese-Schwäche oder Menschen, deren Muttersprache nicht Deutsch ist. Eine solche extra Vorlesefunktion ist aber keine Pflicht im Rahmen der BITV. Eher Kür für noch mehr Barrierefreiheit.