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Frameworks, Module und Coding-Guidelines

Wir haben etwas Wichtiges aus der Automobilindustrie gelernt: Erfolgreiche Produkte basieren auf Plattformen und Modulen. Diese einfache Formel nutzen wir bei anatom5, um Projekte schneller, wirtschaftlicher und vor allem qualitativ hochwertiger zu realisieren. Für unsere Kunden bedeutet das: zukunftssichere Basistechnologien, hohe Qualitätsstandards und planbare Kosten.

Technologiefolgen richtig einschätzen

Als jahrelanger Herausgeber des Webstandards-Magazin (Screenguide) ist die Agentur anatom5 stets mit den neuesten Techniken und Technologien vertraut und setzt diese in Kundenprojekten nutzenstiftend ein. Eine wichtige Aufgabe ist dabei die Einschätzung von Technologien und deren Akzeptanz und Auswirkung in der Zukunft. Nehmen Sie das Beispiel Videorecorder: VHS war nicht das beste System, aber durch verschiedene Faktoren letztlich das Populärste. Es geht also nicht darum auf jeden Zug aufzuspringen, sondern zu wissen, welcher Zug zum richtigen Ziel führt. Projektabhängig wählen wir für jedes Projekt den geeigneten Rahmen und stimmen die Technologie auf den jeweiligen Zweck ab.

Coding-Guidelines

HTML5: Unser Ziel ist es, qualitativ hochwertige und barrierefreie Weblösungen auf Basis der jeweils aktuell gültigen W3C-Standards zu liefern. Für gleichbleibend hochewertige Ergebnisse haben wir Coding-Guidelines entwickelt, um eine konsistente Entwicklung sämtlicher Seiten zu gewährleisten und die Zusammenarbeit mit verteilten Entwicklerteams zu optimieren. Wir setzen in der Regel auf einen modifizierten Baukasten mit HTML5 und strengen Namenskonventionen für CSS-Klassen auf. Quelltexte werden, wo dies sinnvoll ist, kommentiert. Die Kommentare werden kurz und informativ gehalten. Kommentiert wird in der Regel in Englisch.

CSS3: Auch für unser CSS gelten strenge Voraussetzungen, wie für HTML. Es orientiert sich an den Basis-Vorgaben von YAML für die verschiedenen Medientypen, vereint diese jedoch komplett in einer Datei, welche später aus performancegründen noch minifiziert wird. Weitere Importe sind in der Regel nicht vorgesehen, auch für Module nicht. Gleiches gilt für nicht vorgesehene Inline-Styles.

JavaScript: Generell nutzen wir JavaScript-Bibliotheken, wie jQuery. Generell ist bei JavaScript aus Gründen der Barrierefreiheit darauf zu achten, dass Progressive Enhancement genutzt wird. Jedes JavaScript muss in allen gängigen Browsern mit der Tastatur bedienbar sein und darf nicht allein von der Maussteuerung abhängig sein – darauf legen wir im Sinne der Barrierefreiheit wert.

Barrierefreiheit / Erweiterte Prioritäten und Best Practice

Seit 2003 stehen wir als Agentur für Universelles Design und Expertise im Bereich Barrierefreie Informationstechnologie. Dort wo wir im Angebot „Barrierefreiheit nach BITV“ ausgewiesen haben, garantieren wir die Einhaltung der Prüfpunkte der Priorität 1 der BITV 2.0 (https://goo.gl/qsSp2w) sowie in weiten Teilen auch Aspekte der Priorität 2, wo es aus unserer Sicht sonst zu erheblichen Barrieren kommen würde. Das heißt Barrierefreiheit der Agentur anatom5 geht über die gesetzlichen Anforderungen der Priorität 1 weit hinaus. Die Priorität 1 der BITV umfasst im Wesentlichen die Level A und AA der zu Grunde liegenden WCAG (Web Content Accessibility Guidelines). Priorität 2 entspricht weitestgehend WCAG Konformitätsstufe Level AAA (Triple A). Folgend Aspekte, die über die gesetzliche Mindestanforderung hinausgehen, werden berücksichtig:

  • Keinerlei Einschränkungen bei der Tastatur-Bedienbarkeit mit Standard-Tastaturbefehlen
  • Kontrastreicher Tastaturfokus, der über die Browser-Defaultwerte weit hinausgeht
  • Bereitstellung von Informationen über die den Standort eines Benutzers innerhalb einer Website (Brotkrümelpfad, Sitemap, Kennzeichnung des aktiven Navigationspunktes, versteckte Hilfetexte für Screenreader)
  • Ermöglichung der Einstellung von benutzerdefinierten Farben (zum Beispiel Invertierungsmodus im Browser)
  • Abstand zwischen Absätzen ist größer als der Zeilenabstand
  • Ziel und Zweck eines funktionalen Links ist immer aus dem Linktext selbst, bzw. erweiterten Attributen heraus erkennbar, wenn offensichtlich ist, dass es keinen Kontext gibt
  • Es werden versteckte Abschnittsüberschriften verwendet, die den Inhalt für Screenreader-Nutzer weiter strukturieren und zugänglich machen
  • Abkürzungen und Sprachwechsel werden im Quellcode ausgezeichnet. Redakteuren wird nahe gelegt dieses im redaktionellen Alltag weiterzuführen
  • Keinerlei Verwendung von Schriftgrafiken außer zu Dekorationszwecken (keine Ausnahme)
  • Für feststehende Bereichsüberschriften, Hilfetexte, Funktionslabel, Formularbeschriftungen und erweiterte Attribute versuchen wir nach der Entfernung von Eigennamen und Titeln eine Lesefähigkeit auf dem Niveau der niedrigen, sekundären Schulbildung zu berücksichtigen
  • Änderungen des Kontextes werden nur durch Benutzeranfrage ausgelöst oder es gibt einen Mechanismus, um solche Änderungen abzuschalten
  • Wo möglich unterstützen wir den Benutzer bereits bei der Eingabe in Formularfeldern durch HTML5 Formular-Validierung. Zur Fehlervermeidung werden, wo nötig Hilfen bereitgestellt bzw. plausible Fehlermeldungen ausgegeben, die auch für Screenreader-Nutzer nachvollziehbar und den Feldern zuzuordnen sind.
  • Wir garantieren die Funktionsfähigkeit auch bei abgeschaltetem JavaScript, wenn wir darauf Einfluss haben
  • Wir garantieren die Funktionsfähigkeit bei deaktiviertem CSS